Lehm kommt in vielen Produkten vor und oft weiß man gar nicht, wo es überall beigemischt wird. Zum Beispiel in der Kosmetik schwört man bei trockener oder unreiner Haut auf dieses Wundermittel und die Industrie verwendet es als Zusatz einzelner Waren. Sogar in der Tierpflege hat der so genannte „Grüne Lehm“ eine heilende Wirkung. Hier sollen aber speziell die einzelnen Produkte vorgestellt werden, die beim Hausbauen mit Lehm benötigt werden. Das Motto lautet ganz einfach: Lehm, Lehm und noch einmal Lehm.

Lehmfarbe

Will man sein Haus im kompletten Lehmoutfit bauen, dann gehört dazu auch eine passende Farbe. Am besten lässt sich diese auch auf Lehmuntergrund verteilen und hat eine raue Oberfläche und somit auch einfarbig eine dekorative Wirkung. Im Handel kann man oft ein Pulver kaufen, das durch ein paar Handgriffe schnell mit Wasser verrührt ist und auch beliebig vermischt werden kann. Damit ist bei der Anwendung wenig Unterschied zu einer normalen Dispersionsfarbe, in der Raum- und Wohnqualität allerdings schon.

Lehmziegel

Die Lehmziegel werden noch am häufigsten für den Hausbau eingesetzt. Die Masse wird an der Luft getrocknet. Oft kann man aber auch bestimmte Stoffe wie Sand, Stroh oder Tierkot beimischen und dadurch wird der Ziegel in seiner Substanz und Form stabiler.

Lehmbauplatte

Um den Lehmbau unter die Bevölkerung zu bringen, hat man versucht so genannte Lehmbauplatten in den Handel zu bringen. Mit Erfolg werden sie heute schon von vielen verwendet und man erspart sich dadurch Mischen einer Masse und kann diese Platten schnell und einfach verarbeiten. Am häufigsten werden sie für die Innenräume eingesetzt.

Lehmputz

Er sollte möglichst nur auf geeigneten Flächen angewendet werden. Das bedeutet, dass man bei bestimmten Strukturen noch eine andere Schicht Material verlegen muss. Bei Lehmputz nimmt man oft Schilfträgermatten zur Hilfen, denn sie vereinen sich wunderbar mit diesem Putz. Das Auftragen in Lagen ist auch bei herkömmlichem Putz wichtig, bei der Version des Lehms ist es aber noch essentieller. Denn jede Schicht muss erst ein wenig aushärten, bevor sie die nächste tragen kann.

Strohlehm

Neben den vielen verschiedenen Stoffen, die dem Lehm beigemengt werden, ist vor allem Stroh einer der beliebtesten. Das hat viele Gründe: Einerseits ist Stroh nicht schwer zu kriegen und äußerst preiswert, andererseits sorgt das darin vermischte Stroh für einen Schutz gegen jegliche Witterungen. Daher sind es eben die Außenwände verschiedener Gebäude, die noch zusätzlich mit Strohlehm versehen werden.

Lehmmatten

Heute werden sie nur mehr ganz selten eingesetzt, aber früher waren die so genannten Lehmmatten ein wertvolles Baumaterial für das Dämmen von Wänden und Räumen. Aber die Schalldämmung funktionierte nicht so gut und daher hört man in älteren Häusern oft noch jeden Schritt im Nebenzimmer. Auch die Herstellung dieser Matten ist nicht einfach, da die Trocknung einer der wichtigsten Qualitätspunkte ist und es hier oft zu Brüchen und Rissen kommt.