„Ein Lehmhaus braucht immer einen guten Hut und einen guten Stiefel“, sagt bereits ein altes Sprichwort. Wie man diesen Hut und Stiefel dann aber herstellt, bleibt die große Frage. Es gibt x-fache Lehmbauweisen und jeder hat seine Tücken. Daher geht nichts über die richtige Planung und das Einholen der nötigen Information. Wer sich nicht genug informiert hat, wird nämlich bereits in der ersten Bauphase auf Probleme stoßen. Das gilt genauso für den herkömmlichen Bau von Häusern aus Beton und Ziegel und noch viel mehr für den Lehmhausbau. Dadurch, dass er nämlich so wenig erforscht ist und es nur begrenzt wirkliche Experten gibt, sollte man sich als Bauherr zumindest das Basiswissen ebenfalls aneignen.

Selbst das Garten-Lehmhäuschen mit dem viele experimentieren (quasi als Vorstufe zum richtigen Hausbau), benötigt ausreichende Planung. Wie geht man aber am besten an so einen Plan heran, welche Informationen sollten eingehalten werden und was ist sonst noch zu beachten?

Eine der wichtigsten Fragen im Vorfeld bleibt jene der Finanzierung. Denn ohne die nötigen Mittel (egal ob Hypothek, Kredit oder das eigene Aufbringen der ganzen Summe), braucht man erst gar nicht zu planen beginnen. Vor allem sollte man auch immer einen Polster haben, denn in den wenigsten Fällen wird das Haus so viel kosten, wie man berechnet hat. Extrakosten verstecken sich überall und sorgen vielleicht am Ende für eine Überraschung. Also besser vorbereitet sein.

Danach sollte man sich grundsätzliche Gedanken zum Haus machen. Am Anfang darf man ruhig träumen und sollte sich das Traumhaus aufzeichnen oder niederschreiben. Dann erst wenn die Recherche beginnt, sieht man was möglich ist. Bei der Lehmbauweise im Speziellen muss man vorsichtig sein, denn nicht alle Verschnörkelungen und Formen werden unterschützt werden Mit welcher Bauweise soll das Haus eigentlich errichtet werden? Zur Auswahl stehen ja jede Menge: Angefangen von der traditionellen Fachwerksbauweise bis hin zum Bauen mit Stampflehm. Oder wie wäre es mit jener der Lehmziegel. Sie ist dem herkömmlichen Hausbau noch am ähnlichsten. Hat man erst einmal die Ziegel, ist alles sehr ähnlich zum Betonbau.

Beim Zeitplan sollte man aber vor allem beachten, dass die Hauptbauphase nicht in den wärmsten Sommer und genauso wenig in den kältesten Winter fällt. Denn entweder trocknet die Baumasse schneller als gewünscht oder es gibt zu viel Niederschlag um mit dem Bau fortzufahren. Beim Lehmbau sollte man am besten ein Wetterfrosch sein und schon über Monate voraus sagen können, wann es besonders viel regnet und wann es eher trockener sein wird. Denn bei zu viel Niederschlag kann es passieren, dass die ganze Arbeit quasi umsonst ist und das bereits Gebaute wieder in sich zusammenfällt.

Weitere Tipps zur Planung eines Lehmhausbaus finden Sie hier.