Gedanken muss man sich beim Hausbauen jede Menge machen und beim Lehmbau kommt eben oft noch die Unerfahrenheit mit diesem Baustoff dazu. Aber trotzdem unterscheiden sich die einzelnen Schritte der Planung oft weniger vom normalen Hausbau mit Ziegeln oder Beton als man denkt.

Grundstück finden

Was man in beiden Fällen braucht, ist natürlich das Grundstück. Außer dass es einem perfekt gefallen sollte – denn schließlich wird man in den idealen Fällen so gut wie den Rest seines Lebens hier wohnen – ist auch die Qualität des Untergrundes wichtig. Während der Betonbau hier keine großen Ansprüche stellt, sollte für den Lehmhausbau schon einiges beachtet werden. Ein zu weiches Erdwerk kann das Bauvorhaben entweder unmöglich machen oder zu Schwierigkeiten führen. Das hängt dann natürlich auch mit dem Klima zusammen. In Regionen, in denen es viel regnet, wird die Erde feuchter und unstabiler sein als in anderen Gebieten.

Außerdem hängen mit dem Grundstück viele rechtliche Angelegenheiten zusammen. Wichtig ist, dass man es richtig bewerten lässt und so einen fairen Preis herausfindet. Heute braucht man ja schon für alles und jeden eine Genehmigung. So kann es passieren, dass ein Lehmhaus extra bewilligt werden muss. Ohne dass man die nötigen Experten in Vertrag nimmt, ist ein solches Vorhaben im rechtlichen und auch im möglichen Sinne nicht drinnen. Wie groß sollte das Haus sein bzw. welchen Bedarf an Wohnfläche haben wir? Wie viel Quadratmeter sind vom Budget her möglich? Mit diesen Antworten setzt man sich dann mit einem Architekten zusammen und erklärt ihm die Ideen. Dieser wird sie dann in seinem Plan verwirklichen. Aber schon hier sollte ein Architekt, der Erfahrung mit Lehm hat, ins Spiel kommen.

Die Expertensuche

Die Experten – und Fachkräftesuche können im Lehmbau Bände füllen. Erfahrene und gute Leute sind selten und verlangen oft ein ordentliches Honorar. Da sollte man am besten schon im Vorhinein mit sich und mit der betreffenden Person ausmachen, was man alles selber machen möchte und was davon überhaupt möglich ist.

Bei den Anbietern gibt es verschiedenste Möglichkeit. Wie gesagt, kann man sich darauf einigen, dass man so viel wie möglich selbst macht. Oder man heuert gleich einen Fertighausanbieter an, der einem das Haus quasi nur mehr hinstellt. Zwei Nachteile gibt es hier aber: Speziell im Lehmbau sind diese Unternehmen extrem teuer und der Individualität muss man leider einen Pass geben. Denn oft kann man nur aus vorgefertigten Plänen wählen. Aber oft wird wohl das Finanzielle entscheiden. In bestimmten Fällen haben die Häuslebauer auch Stress etwa wenn die Jahreszeit schon fortgeschritten ist oder etwa der Nachwuchs im Anmarsch ist und man gerne die Geburt des oder der Kleinen im neuen Haus begehen will.

Weitere Tipps zur Planung eines Lehmhausbaus finden Sie hier.