Lehm-Hausbau

Erfahrungsberichte existieren über den Bau mit Lehm bereits viele. Einige wurden in Buchform herausgebracht, andere flossen in die Entstehung der Lehmbau Regeln mit ein und wiederum andere sind für die Allgemeinheit hier im Internet zugänglich. Manche haben sogar ein Blogtagebuch von ihrem Hausbau erstellt, wo man genau jeden einzelnen Schritt nachlesen kann. Aber dieser Beitrag auf unserer Lehmhaus-Webseite soll keine reine Bauanleitung sein und nicht zeigen, wie man Schritt für Schritt ein Lehm-Haus baut. Denn so eine derartige Allgemeinanweisung gibt es nicht. Jeder Fall ist unterschiedlich und muss anders behandelt werden. Denn es kommt ja schließlich auf viele verschiedene Faktoren an. Etwa wo der Bau stattfindet, die Beschaffenheit des Grundstücks und welche Dinge sich hier in der Umgebung befinden. Einflussfaktoren können Flüsse, Seen oder naheliegende Straßen sein. Auch die Niederschlagsmenge oder das generelle Klima einer Region muss beachtet werden.

Somit sollen hier nur einige Tipps gegeben werden. Sie können beim Planen und Bauen eines derartigen Hauses beachtet werden, müssen es aber nicht. Je nachdem, ob es zur eigenen Planung passt. Aber das Durchlesen der Artikel zu dieser Reihe „Tipps zum Hausbau mit Lehm“ kann bestimmt nicht schaden. Natürlich sind auch einige Dinge dabei, die für alle Projekte mit Lehm gleichermaßen gelten. Also einfach darauf los lesen.

Finanzierung

Zunächst sollte man sich das ganze Projekt ausreichend durch den Kopf gehen lassen. Die Finanzierung ist sowieso beim Hausbau ein sehr wichtiger Punkt. Aber bei einem Hausbau mit Lehm muss man schon noch mit einem größeren Betrag rechnen. Denn auch, wenn der Baustoff so gut wie überall in der Natur vorhanden ist, ist die Technik noch nicht so ausgeklügelt und bewährt und die Nachfrage bestimmt ja bekanntlich auch den Preis.

Die Lehmbauweise ist auch sehr kompliziert. Es gibt kein genormtes Verfahren, das für alle zutrifft. Deshalb können die Kosten je nach Maßnahme natürlich steigen. Das ist auch einer der Gründe, wieso man unbedingt einen geübten Architekten an die Planung lassen sollte. Natürlich kann man sich zu Beginn auch selbst einige Gedanken machen, aber die Ausmessungen und Zeichnung der Konstruktionen und Pläne sollte dann der Experte übernehmen. Somit erspart man sich zu Beginn und während des Baus viele Überraschungen und Rückschläge.

Richtige Zeitplanung

Im Winter ist generell keine Bauzeit. Manchmal muss man notgedrungen und aus Zeitgründen die Fertigstellung noch im Spätherbst bewältigen. Beim Lehmbau ist die Zeitplanung aber noch viel wichtiger. Am besten empfiehlt sich der frühe Sommer, wo der Niederschlag sich sehr in Grenzen hält. Denn der Baustoff Lehm ist sehr empfindlich auf Nässe. Selbst im Sommer oder auch im Frühling sind Niederschläge möglich. Beim Bau gibt es aber einige Vorkehrungen, die den Bau vor Regen oder vielleicht auch vor Schnee schützen. Beim reinen Einsatz von Lehm bei den Außenwänden sollte am besten ein Sockel errichtet werden. Eine Höhe von einem halben Meter ist ausreichend und schütz vor Spritzwasser. Schalungen und Überstände sollten aber generell die ganze Konstruktion schützen. Wer allerdings mit Lehmziegeln, die bereits gebrannt sind, baut, erspart sich damit eine Menge Arbeit.

Weitere Tipps zum Hausbau mit Lehm finden Sie hier.