Neben der richtigen Wahl des Standortes, dem Schutz vor Regen und, dem Finden der richtigen Baufirma oder der Kalkulation, gibt es beim Hausbau mit Lehm aber noch viel mehr zu beachten. Hier sollen einige generelle Tipps folgen. Sie behandeln Probleme oder Fragestellungen, die Häuslebauer beim Lehmbau ganz oft in den Sinn kommen und die bei einem Bauprojekt vorab geklärt werden sollten. Einer der Vorteile von Lehm ist, dass er die Luft reguliert und zum Beispiel im Falle von trockener Luft die Feuchtigkeit, die der aufgenommen hat, wieder abgibt. Daher ist es bei fertigen Lehmbauten unwahrscheinlicher als bei Ziegelbauten, dass sich Schimmel bildet. Dafür muss man aber bei Bauen mehr aufpassen. Schimmel entsteht ja überall, wo Feuchtigkeit im Spiel ist. Lehm ist ein Baustoff der im feuchten Zustand verarbeitet wird und dann erst die Trocknung erfährt. Das heißt, dass Lehm auf jeden Fall richtig getrocknet werden muss. Dabei ist es aber egal, welche weiteren Bestandteile noch beigemischt wurden. Verhindern kann man so einen Schimmel natürlich nicht. Bemerkt man ihn, dann sollte man die Trocknung so schnell wie möglich einleiten. Ein Desinfektionsmittel auf biologischer Basis kann ebenfalls eingesetzt werden.

Was selber machen?

So gut wie alle Bauherren erstellen einen Zeitplan, wann sie was fertigstellen wollen. Zwar stimmt dieser nur in den seltensten Fällen mit der Realität überein, aber er kann auch helfen herauszufinden, was man selbst als geschickter Handwerker erledigen kann oder was Experten für einen machen müssen. Das interessiert natürlich auch die Planer eines Lehmhauses. Bereits beim Baustoff gibt es die Möglichkeit selbst Hand anzulegen. Im Baumarkt können heute zwar schon alle möglichen Utensilien und Substanzen für den Lehmbau gekauft werden, aber das Erstellen von Mörtel oder Putz, erspart einem viel Geld. Bei den Lehmsteinen ist es wiederum so eine Sache: Selbst gemachte Ziegel machen sich bestimmt gut, aber der Zeit- und Kostenaufwand ist enorm. Bei den Verputz-Arbeiten selbst mit dem Lehm zu hantieren ist ebenfalls eine Arbeit, die der Bauherr selbst ausführen kann.

Richtig kalkulieren

Die Kalkulation der Lehmmenge stellt immer wieder eine Herausforderung dar. Am besten man zieht hier gleich einmal Experten zu Rate um eine ungefähre Idee zu haben. Aber Lehm ist oft sehr unberechenbar und im Endeffekt kann es auch passieren, dass mehr Material als kalkuliert, benötigt wird. Denn es kommt beispielsweise auf die Qualität und die Beschaffenheit der einzelnen Stoffe an.

Die perfektesten Eigenschaften erhält man natürlich, wenn alles aus Lehm gemacht wird. Das bedeutet, dass nicht nur die Wänden, sondern auch der Innenputz oder der Boden aus diesem Typus bestehen sollten. Aber wenn man sich nicht für den Lehmbaustoff entscheidet, kann man bei einem Ziegelhaus trotzdem noch die Atmosphäre ein wenig verändern. Das geht ganz einfach, indem man den Innenputz mit Lehm macht. Das hilft ebenfalls, ein wenig das Raumklima zu verbessern.

Etwas was selbstverständlich ist, soll trotzdem noch einmal erwähnt werden: Lehm reguliert zwar sehr gut und man erspart sich dadurch viele Energiekosten, aber trotzdem darf beim Bau nicht auf eine Wärmedämmung vergessen werden. Denn der Baustoff alleine mag die Kälte nicht abwehren.

Weitere Tipps zum Hausbau mit Lehm finden Sie hier.