Viele zerbrechen sich heute über das Umweltthema schon den Kopf und versuchen möglichst in Einklang mit allem zu leben. Wenn man ehrlich ist, sind es aber immer noch zu wenige, denn der Großteil versucht noch immer um jeden Preis seinen eigenen Kopf zu retten und so mit möglichst billigen Preisen aus beispielsweise Bauprojekten auszusteigen. Natürlich ist die Kostenfrage schon wichtig und sollte nicht verneint werden, aber trotzdem gibt es die Möglichkeiten auch beim Hausbau ansatzweise an die Umwelt zu denken. Dabei verlangt aber niemand, dass man das Ökohaus in Person hinbaut, das nur aus selbst ersetzlichen Baustoffen besteht, aber sich bei dem einen oder anderen Punkt Gedanken zu machen, kann nie schaden. Beispielsweise wäre es bei einem Neubau empfehlenswert und auch kostenintelligent, wenn man sich gleich eine Anlage für Solaranlage anschafft oder das Haus ordentlich umweltfreundlich dämmt. Denn viele der dabei aufkommenden Kosten würden sowieso beim Hausbauen anfallen. Baut man sich eine Solaranlage aber extra hin, so kommt das ganz schön teuer. Auf die Jahre aufgerechnet und die ersparten Kosten rentiert sich das aber auf jeden Fall.

Umweltvorteile des Lehmbaus

Eine Variante recht kostengünstig zu bleiben, aber trotzdem den Umweltgedanken im Hinterkopf zu behalten, ist das Bauen eines Lehmhauses. Es gibt mehrere Varianten, wie man so ein Haus bauen kann, eine der einfachsten, ist es sich ein Haus aus Lehmziegeln hinzustellen. So gibt es mehrere Vorteile, die für die Umwelt beim Hausbau durch Lehm enstehen. Einige sollen hier kurz angeführt werden:

  • Es ist natürlich auf der Hand liegend, dass beim Recyceln dieses Grundstoffes so gut wie kein Problem entsteht. Während man heute das Entsorgungsproblem ja nicht nur bei Atomreaktoren und ähnlichen Energiestoffen hat und auch beim Bauen durch Beton und Stahl jede Menge Schutt anfällt, ist das beim Lehmhausbau anders. Oft wird dieser einfach irgendwo abgeladen und über die Entwertung macht man sich keine Gedanken. Der Lehm hingegen ist ohne weiteres wiederverwertbar. Am einfachsten ist es mit dem reinen Lehm, dieser kann sofort für neue Bauvorhaben eingesetzt werden. Beim bereits getrockneten Lehm ist es ein wenig aufwendiger, aber prinzipiell auch kein Problem. Denn indem man ihn zerbröselt und mit Wasser vermischt, ist er wieder komplett einsatzfähig.
  • Aber schließlich belasten ja nicht nur die Endstoffe die Umwelt. Schon bei der Herstellung muss man viel Kraft und Energie einsetzen. Das bedeutet zum Beispiel, dass beim Brennen von herkömmlichen Ziegeln viele Schadstoffe austreten. Zwar müssen bestimmte Arten von Lehmziegeln ebenfalls dieser Behandlungsweise unterzogen werden, aber die Ersparnis ist enorm: Gerade einmal ein bisschen mehr als ein Prozent benötigt man bei dieser Herstellung verglichen zur Produktion von Betonziegeln.
  • Der Baustoff Lehm wird oft als Klimapuffer bezeichnet. Er schafft es nämlich so gut wie kein anderes Bauelement die Temperaturen und Extreme zu regulieren. Die Luftfeuchtigkeit wird gespeichert und wenn benötigt wieder freigegeben. Bei dieser natürlichen Regulierung kommt viel weniger die Heizung oder die Klimaanlage zum Einsatz, was ebenfalls wieder mit Energieverbrauch verbunden ist. So müssen diese Energiefresser nur eingeschaltet, wenn es heißester Sommer oder kältester Winter ist.