Welche speziellen Vorteile hat man nun aber wirklich bei einer Lehmbauweise? Denn auf dieser Webseite wurden in den einzelnen Artikeln und Kapiteln schone einige gute Punkte angesprochen, aber hiermit soll das alles auf einen kompakten Text reduziert werden.

Für die Umwelt

Natürlich ist die Umwelteffizienz rund um den Lehm ein großes Thema, denn diese war es auch, die sie so ins Rampenlicht gebracht hat. Nicht nur während des Bauprozesses werden weniger Schadstoffe produziert, sondern auch später beim Abreißen ist es wenig Bauschutt der anfällt. Während bei einem Haus aus herkömmlichen Betonziegeln fast das ganze Material zum Wegwerfen ist, kann der Lehm ganz einfach wieder zu Baustoff verwandelt werden: Man braucht ihn nur zu befeuchten und schon kann wieder darauf losgebaut werden.

Die ideale Luftfeuchtigkeit eines Raumes ist zwischen 40 und 60 Prozent zu finden. In Büros beträgt sie oft nur 30 Prozent, was zur Folge hat, dass sich Angestellte oft nicht konzentrieren können und unter Kopfschmerzen und Müdigkeit klagen. Beim Lehmbau kommt das aber nicht vor, denn der Lehm als Pufferung der Luftfeuchtigkeit nimmt und gibt nur ab, was nötig ist.

In den wenigsten Fällen wird man eine lange Wartezeit auf den Baustoff haben, denn er wird so gut wie in allen Ecken der Erde abgebaut. Das heißt, dass auch die Anlieferungswege viel kürzer sind und diese Tatsache wiederum die Umwelt schont.

Heute wollen alle so individuell wie möglich sein. Da muss schon auch ein extravaganter Baustil her. Der Lehm macht es möglich, dass man ganz eigene Elemente kreieren kann und natürlich auch selbst Hand anlegen kann und nicht nur die Profis ranlassen muss.

Für Allergiker gut

Allergiker dürfen sich freuen, denn durch die vielen guten Eigenschaften von Lehm und die Eliminierung so mancher Schadstoffe, werden diese ein leichteres Leben haben. Staub-Allergiker sind hier ganz besonders gesegnet. Die Staubbildung ist nämlich nur ein Bruchteil so stark, wie sie es normalweise zwischen all den Möbeln, Elektrogeräten und Dekorations-Gegenständen ist. Dadurch wird auch das Bilden einer statischen Aufladung stärker verhindert.

Weniger Brandgefahr

Häuser, die aus Holz bestehen, auch wenn es nur teilweise der Fall ist, brennen bei einem Unfall und einem Feuer normalerweise lichterloh und es ist dann so gut wie nichts mehr zu retten. Bei den Fachwerkhäusern, die früher so gern gebaut werden, besteht aber ein Vorteil: Die Holzstützen sind von Lehm umgeben und das bedeutet, dass sie nur in den seltensten Fällen Feuer fangen. Außerdem bewahrt es Holz auch davor, dass es morsch wird oder von sonstigen Schädlichen befallen wird.

Auch wenn das wohl ein sehr subjektiver Vorteil ist: Aber mit Lehm lassen sich sehr viele dekorative Dinge machen, denn alleine schon die Struktur bei einem normalen Wandverputz mit Lehm ist eine sehr eigene und dekorative. Das bedeutet, dass man nur einen Anstrich vornehmen braucht und schon hat man einen rauen, aber doch natürlich Effekt erreicht.